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Bild 18: Sumatra, Provinz Riau, gerodete Baumstämme des tropischen Regenwaldes and more art by Rhett A. Butler

Bild 18: Sumatra, Provinz Riau, gerodete Baumstämme des tropischen Regenwaldes
40 x 60 cm (h x w)
Digitalfotografie

Indonesien, Insel Sumatra, Provinz Riau

Um tropischen Regenwald abzuholzen, werden zuerst die Baumriesen gerodet. Diese alten Bäume liefern das wertvollste Holz, das über legale oder illegale Wege im internationalen Holzhandel landet.

Danach fällt man die kleineren Bäume. Die Stämme werden auf Lastwagen abtransportiert und auf dem Wasserweg u. a. bis nach China transportiert. In China werden sie vor allem zu Papier verarbeitet. Ein Drittel aller deutschen Bücher kommt aus China.

10.000.000.000 - zehn Milliarden Bäume werden weltweit pro Jahr für unseren Verbrauch abgeholzt. Nach Interpol stammen davon 15 bis 30 Prozent aus illegaler Abholzung. Das Handelsvolumen ist entsprechend hoch, es liegt bei geschätzten 30 bis 100 Milliarden US-Dollar. Die illegale Abholzung von Wäldern ist ein Milliardengeschäft.

In der EU gibt es seit 2013 die EU-Holzhandelsverordnung (EUTR – European Timber Regulation), die den Handel mit illegal geschlagenem Holz unterbinden will. Danach müssen Wiederverkäufer von Holzprodukten (Massivholz, Fussböden,Sperrholz, Zellstoff oder Papier etc.) die gesamte Lieferkette des Holzproduktes nachweisen (von wem gekauft, an wen weiterverkauft). Händler, die Holzprodukte neu in die EU einführen, müssen besondere Sorgfaltspflichten wie ein „Risikobewertungsverfahren“ erfüllen.

Der Effekt der EU-Bestimmungen ist bis jetzt gering, wie ein Bericht der EU-Kommission 2016 offenlegte. Das liegt an mehreren Gründen:

Die Herkunft des Holzes lässt sich nur aufwendig nachweisen. Man entnimmt dem Holz Stichproben, die in einem Labor (in Deutschland das Thünen Kompetenzzentrum für Holzherkünfte) kostenaufwendig untersucht werden. Der Zoll muss sich in erster Linie damit begnügen, die Einfuhrpapiere zu überprüfen.

Deshalb gibt es bis jetzt zu wenig Kontrollen, die sich darüber hinaus auf eine begrenzte Produktpalette beschränken. In Spanien und Italien wurde zwischen 2013 und 2015 kein einziges Unternehmen kontrolliert. 2015 führte man in Deutschland 198 Prüfungen im Rahmen der EUTR durch. Dabei kam es zu Verwarnungen und Geldstrafen bei Ordnungswidrigkeiten von bis zu Euro 50, was im Angesicht der Verdienstmöglichkeiten im illegalen Holzhandel einfach lächerlich ist und keinerlei Wirkung auf die Branche haben wird.

Die verlegt sich sich laut Interpol zunehmend auf gefälschte Nachweispapiere. In Ländern mit instabilen politischen Verhältnissen machen Bestechungsgelder aus illegalem Holzschlag für ein paar Dollars mehr im Handumdrehen legal geschlagenes Holz.

Wer den Regenwald retten will, sollte deshalb grundsätzlich keine Produkte aus tropischen Hölzern kaufen, ob mit oder ohne Zertifikat.

Urheberrecht an der Fotografie: Rhett A. Butler, all copyrights reserved



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